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Rokid AR Spatial Review: Chinas überzeugendste Antwort auf Vision Pro

Rokids neue AR Spatial kombiniert ein kabelgebundenes Displaymodul mit einem vollständigen Android XR Erlebnis – zu einem Bruchteil von Apples Preis.

W. CHEN· Chinese Korrespondent·25. September 2025·6 Min. Lesezeit
Rokid AR Spatial Smart Glasses mit kabelgebundenem Compute-Puck

Rokid AR Spatial Smart Glasses mit kabelgebundenem Compute-Puck

Die in Hangzhou ansässige Firma Rokid liefert seit 2018 still und leise AR-Brillen für Endverbraucher aus, doch die neue Rokid AR Spatial fühlt sich wie das erste Produkt an, bei dem der Ehrgeiz des Unternehmens mit der Umsetzung übereinstimmt. Nach zweiwöchiger täglicher Nutzung ist sie auch das legitimste Android XR Gerät, das ein chinesischer Anbieter jemals einem westlichen Tester aufgesetzt hat.

Physisch sieht die Spatial aus wie eine leicht klobige Sonnenbrille und wiegt 75 Gramm. Zwei Sony Mikro-OLED-Panels liefern ein 1080p-Bild pro Auge bei einem Sichtfeld von 50 Grad – schmaler als Vision Pro, aber breiter als das periphere HUD der Ray-Ban Meta. Die Brille wird über USB-C mit einem kleinen Puck verbunden, der den Snapdragon XR2 Gen 2 Chip, den Akku und einen zum Glück nahezu geräuschlosen Lüfter enthält.

Die Software ist der Bereich, in dem Rokid alle anderen chinesischen Wettbewerber übertrifft. Die Spatial wird mit einem angepassten Build von Android XR ausgeliefert, Googles lange gerüchteten Spatial OS, komplett mit dem Standard-Launcher, Multi-Window-Management und einem Play Store, der bereits Hunderte kompatibler Apps listet. YouTube wird als schwebender Kinobildschirm dargestellt. Google Maps wird zu einem umgebenden Navigations-Overlay. Es fühlt sich endlich wie eine echte Plattform an und nicht wie eine Tech-Demo.

Die Gestensteuerung funktioniert einwandfrei, wenn auch nicht auf Apple-Niveau. Pinch-Gesten werden bei guten Lichtverhältnissen zuverlässig erkannt, und eine gekoppelte Ringsteuerung füllt die Lücke, wenn Präzision gefragt ist. Eye-Tracking fehlt – ein bemerkenswertes Versäumnis im Jahr 2026 –, aber Rokid argumentiert, dass die Einsparungen bei Gewicht und Kosten es wert sind. Nach einer Woche habe ich es nicht mehr vermisst.

Es gibt noch einige Unebenheiten. Die Akkulaufzeit des Pucks erreicht bei gemischter Nutzung maximal drei Stunden. Die Brille wird bei langen Sitzungen an den Schläfen warm. Und außerhalb des chinesischen Festlands schaltet der gebündelte Sprachassistent häufig auf Mandarin um, selbst nachdem die Systemsprache geändert wurde. Software-Updates versprechen, Letzteres zu beheben; Ersteres ist einfach Physik.

Mit einem Verkaufspreis von 899 US-Dollar kostet die AR Spatial weniger als ein Viertel einer Apple Vision Pro und bietet den Großteil des Spatial Computing Erlebnisses, das den Preis dieses Headsets rechtfertigte. Für Entwickler, Prosumer und die wachsende Klasse der Android XR Fans ist sie die einfachste Empfehlung in dieser Kategorie. Rokid hat die erste chinesische Smart Glasses entwickelt, die ich gerne in der Öffentlichkeit tragen würde – und auf einem Langstreckenflug.

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