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Aktivisten kapern Londoner Bushaltestellen mit dystopischen Meta Smart Glasses Anzeigen

Eine Aktivistengruppe setzte geschickte optische Illusionen ein, um Metas Produktwerbung in deutliche Warnungen vor Überwachung zu verwandeln. Die Kampagne unterstreicht wachsende Datenschutzbedenken hinsichtlich ständig aktiver Wearable Tech.

J. MARCHAND· French Korrespondent·17. Juli 2026·2 Min. Lesezeit
Eine manipulierte Meta Smart Glasses Werbeanzeige mit Kylie Jenner, mit einer durch eine optische Illusion enthüllten versteckten Botschaft, an einer Bushaltestelle ausgestellt.

Illustration: Smart Glasses Daily

Rechte und Löschungen

Am 16. Juli 2026 zielte ein Aktivistenkollektiv auf Londoner Bushaltestellen ab und ersetzte, wie Engadget berichtete, echte Meta Smart Glasses Werbeanzeigen durch eigene kritische Versionen. Die Kampagne nutzt ausgeklügelte optische Illusionen, um eine deutliche Botschaft über Datenschutz und Überwachung im Zeitalter ständig aktiver Wearable Technology zu vermitteln.

Eine bemerkenswerte Anzeige zeigt, was zunächst wie eine Standardwerbung mit Kylie Jenner aussieht, die Metas Brille trägt. Bei Betrachtung aus einem anderen Winkel jedoch verschiebt sich das Bild dramatisch: Jenners Gesicht verzerrt sich zu einem skelettartigen, schwarz-weißen Antlitz, und der Text ändert sich von 'Meta AI glasses' zu 'Meta: We're always watching'. Karissa Bell von Engadget beschreibt den Effekt als 'dystopischen PSA'.

Die Gruppe, die sich als 'Everyone Hates Elon' bezeichnet, deutete ihre Aktion als Reaktion auf wahrgenommene Datenschutzverletzungen. Gemäß ihrem von Engadget zitierten Social-Media-Beitrag glauben sie, dass Meta plant, dass seine Brillen 'continuously record audio while taking photos every few seconds' ohne klare Indikatoren. Die Aktivisten erklärten, dieses Verhalten deute auf 'fascism, not fashion' hin, was die weit verbreitete öffentliche Besorgnis unterstreicht.

Unsere Einschätzung: Diese Guerilla-Marketing-Taktik greift effektiv die latenten Ängste der Öffentlichkeit hinsichtlich aufnahmefähiger Smart Glasses auf. Während die Branche auf nahtlose Aufnahmen drängt, bleibt die 'always watching'-Wahrnehmung ein erhebliches Hindernis. Unternehmen wie Meta müssen diese Datenschutzoptik direkt angehen, nicht nur durch technische Schutzmaßnahmen, sondern auch durch den Aufbau transparenter Kommunikation rund um Datenverarbeitung und Nutzerkontrolle, um potenzielle Nutzer nicht zu verprellen und Aktivistenproteste zu schüren.

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