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Meta entfernt heimliche Gesichtserkennung aus Smart-Glasses-App
Meta hat sein unveröffentlichtes NameTag-Gesichtserkennungssystem stillschweigend aus der Meta AI Companion-App für seine Smart Glasses entfernt. Dieser Schritt erfolgte nach einem WIRED-Bericht, der die Existenz des Codes aufdeckte, wobei Meta zu seinen Gründen schweigt.
Am 8. Juni 2026 entfernte Meta sein unveröffentlichtes NameTag-Gesichtserkennungssystem aus der Meta AI Companion-App für seine Smart Glasses. Diese schnelle Aktion folgte einem WIRED-Bericht, der die stillschweigende Integration des Features in eine von Millionen heruntergeladene App aufdeckte.
Die Untersuchung von WIRED ergab, dass NameTag entwickelt wurde, um von den Brillen erfasste Gesichter in einzigartige biometrische Signaturen oder Faceprints umzuwandeln und diese mit einer auf dem Gerät gespeicherten Datenbank abzugleichen. Nicht erkannte Gesichter wurden Berichten zufolge ebenfalls zugeschnitten, indexiert und lokal für die zukünftige Verarbeitung gespeichert. Die New York Times zitierte bereits im Februar interne Meta-Dokumente und berichtete über die Entwicklung der Gesichtserkennung für Smart Glasses des Unternehmens mit einem potenziellen Start in diesem Jahr.
Trotz des eingebetteten Codes sagte Metas Kommunikations-VP, Andy Stone, gegenüber WIRED, dass das Feature 'rein explorativ' sei und 'keine endgültige Entscheidung' getroffen worden sei. CTO Andrew Bosworth bezeichnete die Berichterstattung von WIRED Berichten zufolge als 'unglaublich irreführend' und 'absolut unehrlich', indem er nach dem ersten Bericht behauptete, 'das Feature existiert nicht'.
Vor seiner Enthüllung stellte WIRED Meta zehn spezifische Fragen zur Datenbankerstellung von NameTag, zu den Richtlinien zur Datenaufbewahrung und dazu, ob Benutzerdaten jemals an Metas Server gesendet würden. Meta reagierte nicht auf diese Anfragen und ging auch nicht auf die Bedenken von Datenschützern hinsichtlich eines potenziellen Missbrauchs durch Stalker oder auf Pläne für Benutzer-Opt-in/Opt-out ein, wie WIRED berichtete.
Unsere Einschätzung: Metas Entscheidung, den NameTag-Code schnell zu entfernen, gekoppelt mit seinen ausweichenden öffentlichen Erklärungen, signalisiert eine tief sitzende Besorgnis hinsichtlich des Verbrauchervertrauens und der regulatorischen Prüfung bei der Gesichtserkennung. Die offensichtliche Bereitschaft des Unternehmens, ein so sensibles Feature heimlich zu integrieren und dann dessen Bedeutung zu leugnen, verdeutlicht eine wiederkehrende Spannung zwischen Innovation und Benutzerdatenschutz im Smart-Glasses-Sektor. Dieser Vorfall unterstreicht die kritische Notwendigkeit von Transparenz und klaren ethischen Richtlinien, während sich Spatial Computing schnell entwickelt.
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