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Sensoryx Magic Ring: Die Schweizer Technologie, die AR-Brillen wirklich nutzbar macht

Wir haben den Prototyp des Sensoryx Magic Ring zwei Wochen lang getestet. Submillimeterpräzise Steuerung, ganztägige Akkulaufzeit und diskrete Mikrogesten machen ihn zum vielversprechendsten AR-Eingabegerät, das wir bisher getestet haben.

M. BELL· American Korrespondent·21. April 2026·9 Min. Lesezeit
Sensoryx Magic Ring wird mit einer Scroll-Geste auf Smart Glasses verwendet

Foto: Sensoryx

Wir haben zwei Wochen lang den Sensoryx Magic Ring am Finger getragen, und das Urteil ist eindeutig: Dies ist das intuitivste Eingabegerät, das wir je für Smart Glasses getestet haben. Vergessen Sie klobige Controller und umständliches Hand-Tracking – dieser in der Schweiz entwickelte Ring liefert eine Submillimeter-Präzision, die die Interaktion mit Augmented Reality grundlegend verändert. Von dem Moment an, als wir ihn anlegten, fühlte sich der Magic Ring wie eine natürliche Verlängerung unserer Hand an und nicht wie ein weiteres Gerät, das Aufmerksamkeit erforderte.

Der Magic Ring wird als der weltweit einzige 6DoF (six degrees of freedom) Smart Ring beworben, und nach umfangreichen Tests können wir bestätigen, dass diese Behauptung zutrifft. Sensoryx kombiniert Ultraschallpositionierung mit IMU (Inertial Measurement Unit)-Daten durch ihren patentierten Smart Fusion-Algorithmus und erreicht so eine Tracking-Genauigkeit, die mit speziellen VR-Controllern mithalten kann – bei einem Bruchteil der Größe. Während unserer Überprüfung navigierten wir durch Menüs, scrollten durch Dokumente und tippten Nachrichten – alles mit Mikrogesten unseres Zeigefingers. Die Latenz war nicht wahrnehmbar, und das Tracking brach nie ab, selbst in lauten Umgebungen. Das Team demonstrierte auch eine handschriftliche Eingabe, bei der Buchstaben auf einer Oberfläche nachgezeichnet wurden, um Text zu verfassen – eine Funktion, die sich noch in der Entwicklung befindet, aber bereits überraschend lesbar ist.

Was den Magic Ring wirklich besonders macht, ist die Partnerschaft mit Murata, dem japanischen Elektronikriesen. Im Herzen des Rings befindet sich Muratas pMUT (Piezoelectric Micromachined Ultrasonic Transducer), eine bahnbrechende Komponente, die präzise Ultraschallemission aus einem unglaublich kompakten Formfaktor ermöglicht. Der Ring sendet Ultraschallsignale, die von den bereits in den meisten AR- und Smart Glasses eingebauten Mikrofonen aufgenommen werden – das bedeutet, dass auf Seiten des Headsets keine zusätzliche Hardware erforderlich ist. Dies ist eine technische Meisterleistung, die die Masse eliminiert, die typischerweise mit räumlichen Tracking-Systemen verbunden ist.

Im täglichen Gebrauch brilliert der Magic Ring am hellsten in dem, was Sensoryx „diskrete Interaktion“ nennt. Während eines Geschäftstreffens konnten wir lautlos Präsentationsfolien navigieren, Benachrichtigungen überprüfen und Nachrichten mit subtilen Fingerbewegungen beantworten – alles, ohne dass es jemand bemerkte. In einem Café scrollten wir durch Artikel und passten die Musiklautstärke mit der gleichen Natürlichkeit an. Die Mikrogestenerkennung des Rings ist bemerkenswert nuanciert: Sie unterscheidet zwischen Tippen, Wischen und kreisförmigen Bewegungen mit nahezu perfekter Genauigkeit. Nach drei Tagen gingen die Gesten in Fleisch und Blut über.

Die Akkulaufzeit übertraf unsere Erwartungen. Sensoryx gibt lange Nutzungszeiten an, und in unseren Tests hielt der Ring bei intermittierender Nutzung den ganzen Arbeitstag mit einer einzigen Ladung durch. Die Schnellladefunktion bedeutete, dass ein kurzes Aufladen während der Mittagspause mehr als genug für eine Abendsitzung war. Die drahtlose Verbindung über das neueste Bluetooth-Protokoll war grundsolide. Die Technologie ist so konzipiert, dass sie mit PCs, Smartphones und gängigen AR/VR-Headsets – einschließlich XREAL, Rokid und Meta Ray-Ban – kompatibel ist, was sie zu einem attraktiven Baustein für jeden Hardware-Hersteller macht, der es mit der räumlichen Eingabe ernst meint.

Die Demo-App, die Sensoryx zur Präsentation des Rings verwendet, gibt einen klaren Einblick, wohin sich das Erlebnis entwickelt. Sie zeigt eine umfassende Gestenanpassung – die Zuweisung spezifischer Aktionen zu spezifischen Fingerbewegungen, die Anpassung von Empfindlichkeitsschwellen und die Erstellung benutzerdefinierter Gestenfolgen für häufig verwendete Befehle. Ein SDK für Entwickler ist ebenfalls geplant, was die Integration von Drittanbietern unkompliziert machen sollte. Gaming-Sessions, Office-Workflows, Kreativ-Tools – die Anwendungsfälle nehmen bereits Gestalt an.

Der Sensoryx Magic Ring stellt einen echten Fortschritt in der tragbaren räumlichen Interaktion dar. In einem Markt, der von Smart Rings übersättigt ist, die lediglich Gesundheitsdaten verfolgen, hat Sensoryx etwas grundlegend Anderes geschaffen: ein präzises Eingabegerät, das AR-Brillen im Alltag wirklich nutzbar machen könnte. Sensoryx positioniert sich nicht als Verbrauchermarke – die Technologie ist für OEM-Lizenzierung verfügbar, was bedeutet, dass die eigentliche Frage ist, welcher Smart-Glasses-Hersteller sie zuerst einbetten wird. Die Kombination aus Schweizer Ingenieurskunst, Muratas Miniaturisierungs-Expertise und einer plattformunabhängigen Architektur bietet Hardware-Partnern eine seltene Gelegenheit, das Eingabeproblem zu lösen, das AR jahrelang zurückgehalten hat. Jemand wird dies in sein Produkt integrieren. Es sollte Ihr Unternehmen sein.

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